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    Die Erhaltung der ursprünglichen Wildformen in unseren Zuchtanlagen
ist dringender denn je
   
                       

 

 

Nur zwei Beispiele:     Gouldamadine  -   Kapuzenzeisig

             
    Mit der Erhaltung der Wildformen befasst sich u. a. die              
                       
                       
   

Die Gouldamadine

Erythrura (Chloebia) gouldiae

                 
                       
   

 

Die drei in der Natur vorkommenden Farbvarianten der wildfarbigen Gouldamadine

Bild aus: Speciaalclub Natuurbroed Gouldamadine Nederland

http://www.sngn.nl/Gouldamadine/InHetWild.aspx#top

           
                       
   

Die drei Farbvarianten der prächtigen Amadine (rot-, gelb- und schwarzköpfige) leben in den lichten Savannen Nordaustraliens. 

Diese Landschaft ist der Hitzepol der südlichen Erdhalbkugel, denn es herrschen sommerliche Temperaturen von 40 bis 45°C im Schatten. Selbst in der „kühlen“ Regenzeit werden 30 bis 35°C gemessen.

Gouldamadinen leben im offenen, tropischen Waldland und nisten ausschließlich in Baumhöhlen. Außerhalb der Brutzeit ziehen sie in Schwärmen umher. Sie ernähren sich hauptsächlich von Grassamen.

Heute sind die verbleibenden natürlichen Lebensräume der Gouldamadine weiterhin bedroht.

Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) schätzt den Wildbestand der Art auf weniger als 2.500 Vögel und stuft die Art als „stark gefährdet“ ein.

Die Populationsdichte ist sehr unterschiedlich und teilweise sehr zergliedert.

   
                       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
                       
   

Grund für den Rückgang ist die extensive Weidewirtschaft und das gezielte entzünden von Buschfeuern. Auch der Einsatz von chemischen Mitteln in der Landwirtschaft wird für den dramatischen Rückgang der Population verantwortlich gemacht.

Die Australische Wildlife Conservancy hat in der Kiberley Region von Westaustralien ein 312.000 Hektar großes Anwesen erworben, welches als eine der letzten Brutstätten für die Gouldamadinen dient. Dafür werden im Jahr 2010   112.000_$ zur Verfügung gestellt.

 

In Europa ist die Gouldamadine seit 1960 (Ausfuhrstopp aus Australien) zu einem echten Haustier geworden und hat sich an unser Klima bereits deutlich angepasst.

   
                       
         
                       
   

In Folge der erfolgreichen Zucht der Gouldamadine entstanden einige Farbmutationen, die die Züchter vielfältig kombinierten. Im Schauwesen werden heute bereits mehr als 30 Varianten unterschieden und in Wettbewerben durch Preis- und Zuchtrichter bewertet. Die ursprünglich prachtvolle Gefiederfärbung ist nur noch selten zu sehen.

Weit schlimmer ist jedoch, dass die vermeintlich wildfarbigen Vögel nicht mehr reinerbig sind, sondern in alle möglichen Mutationsfarben spalterbig sind.

 

Heute muss der Schwerpunkt auf die Erhaltung der ursprünglichen Wildfarbe gerichtet sein, will man diese herrliche Prachtfinkenart der Nachwelt erhalten.

   
                       
   

Die Haustierwerdung (Domestikation) – und damit einhergehende Farbänderungen – trägt nicht zur Arterhaltung bei!

Deshalb muss das Ziel der Züchter sein, die Art auch in ihrer Ursprungsform zu erhalten.