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    Die Erhaltung der ursprünglichen Wildformen in unseren Zuchtanlagen
ist dringender denn je
   
                       

 

 

Nur zwei Beispiele:     Gouldamadine  -   Kapuzenzeisig

             
    Mit der Erhaltung der Wildformen befasst sich u. a. die                
                       
                       
   

Der Kapuzenzeisig

Spinus (Carduelis) cucullata

                 
                       
   

Der Kapuzen- oder Feuerzeisig ist die einzige Zeisigart mit roter Federfärbung.

 

Der Kapuzenzeisig lebt(e) im Norden Südamerikas und einigen vorgelagerten Inseln.

 

Heute steht der Kapuzenzeisig auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere. Der Bestand in Venezuela wird auf wenige Hundert Exemplare geschätzt, die in mehreren voneinander isolierten Gegenden des ursprünglichen Verbreitungsgebietes zu finden sind. In Guyana schätzt man die Individuen auf weit unter 1.000, da lediglich 127 Exemplare beobachtet werden konnten.

 

Wie überall in der Welt sind viele Lebewesen durch die Zerstörung der natürlichen Umwelt gefährdet.

 

Für den rasanten Rückgang des Kapuzenzeisigbestandes wird jedoch meist den Kanarienzüchtern die Schuld gegeben, da um 1920 große Mengen an Kapuzenzeisigen gefangen und exportiert wurden. Diese Vögel wurden zur Übertragung der roten Gefiederfarbe in die Kanarienvögel verwendet.

   
                       
   

In der heute lebenden Freilandpopulation ist, durch ihre starke Zergliederung, ein ungehinderter Genaustausch nicht mehr möglich, so dass ein endgültiges Aussterben der Art zu befürchten ist. Daher ist der Kapuzenzeisig sowohl in seiner Heimat als auch durch das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen über den Anhang I streng geschützt. Auch in Venezuela ist es verboten, diese Vögel zu halten, jedoch wird dieses Verbot kaum beachtet und durchgesetzt.

   
                       
      Ursprüngliche und heutige Verbreitung des Kapuzenzeisigs (nach der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, 2008).    
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
           
   

Zur Rettung der freilebenden Population und der Bestände in Menschenobhut haben sich Züchter der US-amerikanischen Vogelzüchtervereinigung AFA (American Federation of Aviculture) zum „Red Skin Projekt“ zusammengeschlossen, um eventuell eine größere Anzahl für die Ausbürgerung im Heimatland vorzubereiten.    
     Auch der ICC (Internationale Cardueliden Club e.V.) möchte mit seinen Aktivitäten dazu beitragen, dass der Kapuzenzeisig nicht ausstirbt.    
                       
   

Leider sind in der Vergangenheit Magellanzeisige und andere Zeisigarten in die Zuchtstämme der Kapuzenzeisige eingekreuzt worden. Man wollte damit erreichen, dass die empfindlichen Feuerzeisige sich an unsere europäischen Bedingungen besser anpassten.

Diese Mischlinge wurden dann weiter für die Zucht mit Kapuzenzeisigen verwendet. Nach und nach verschwanden die Mischlingsmerkmale und die daraus gezüchteten Tiere sahen aus wie "normale" Kapuzenzeisige. Solche Vögel sind heute kaum optisch von den reinerbigen, wildfarbigen Kapuzenzeisigen zu unterscheiden.

Die einzige Unterscheidungsmöglichkeit ist der genetische Fingerabdruck (DNA-Test).

   
                       
    Darüber hinaus gibt es heute bereits eine Vielzahl an Farbmutationen, die besonders das ursprüngliche Schwarz der Kapuzenzeisige verändert (braun, pastell, achat, isabell, doppelpastell, isabellpastell, topas). Somit besteht leider auch bei dieser Vogelart die immer größer werdende Möglichkeit der unerkannten Spalterbigkeit in einer Mutationsfarbe, obwohl es sich optisch um wildfarbige Kapuzenzeisige handelt.    
                       
   

Heute muss der Schwerpunkt auf die Erhaltung der ursprünglichen Wildfarbe gerichtet sein, will man diese herrliche Carduelidenart der Nachwelt erhalten.

   
                       
   

Die Haustierwerdung (Domestikation) – und damit einhergehende Farbänderungen – trägt nicht zur Arterhaltung bei!

Deshalb muss das Ziel der Züchter sein, die Art auch in ihrer Ursprungsform zu erhalten.